Die Marianenhilfe erbringt Beratungs-, Pflege-
und Betreuungsdienste für überwiegend ältere,
häufig dementiell erkrankte Menschen und deren Angehörigen,
sowie die medizinische Versorgung nach ärztlicher Verordnung. Aber
auch Familien, die der Versorgung und Unterstützung bedürfen,
werden von uns fachlich betreut.
Wir gewährleisten eine weitestgehende Versorgung kranker und/oder
pflegebedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, im
Bereich der ärztlich verordneten Behandlungspflege (SGB V), der
Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI), dem SGB XII
(ehemals BSHG) und natürlich auch bei privater Beauftragung.
Auf Grund der vorhandenen Versorgungsverträge werden die
erbrachten Leistungen direkt mit den Krankenkassen, den Pflegekassen,
den Sozialämtern oder den Landesversorgungsämtern abgerechnet.
Wir pflegen in ganz Berlin, wobei der mittlere und südliche
Stadtbereich überwiegt. Diese Regionalisierung hat den Vorteil
wirtschaftlicher und kurzer Wegezeiten. Neben der Berücksichtigung
von ökonomischen Aspekten können dadurch in erster Linie
zeitliche Absprachen mit unseren Klienten relativ gut eingehalten
werden.
Unsere Einrichtung garantiert eine angemessene, gleichmäßige
und konstante Versorgung aller Pflegebedürftigen entsprechend
ihres pflegerischen Bedarfs und ihren individuellen Bedürfnissen.
Wir sind für unsere Klienten und deren Angehörige
ständig erreichbar.
Unsere Geschäftszeiten sind Montag bis
Freitag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Außerhalb der
Geschäftszeiten, sowie an den Wochenenden und Feiertagen steht den
Pflegebedürftigen und deren Angehörigen unser
Anrufbeantworter mit Rufweiterleitung zur Verfügung. Der Rufdienst
wird durch erfahrene Pflegefachkräfte erbracht.
Die Pflege wird unter der ständigen fachlichen Aufsicht einer
ausgebildeten Pflegefachkraft (PDL) durchgeführt. Unser
Pflegedienstleiter verfügt neben langjähriger
pflegefachlicher Erfahrung in der häuslichen Krankenpflege
über eine Fachweiterbildung nach § 80 SGB Xl für die
ambulante Pflege. Die Vertretung der leitenden Pflegefachkraft erfolgt
durch die ehemalige Pflegedienstinhaberin Frau Fira Gimpel -
Geschichter.
Unsere Pflegedienstleitung leistet im Rahmen der Qualitätssicherung
• die Erstbesuche mit Anamneseerhebung
• die fachliche Planung und Überwachung des Pflegeprozesses
• die Dienst- und Einsatzplanung entsprechend der individuellen
Anforderungen der Pflegebedürftigen und
• die Anleitung und Überwachung der fachlichen Führung
der Pflegedokumentation.
Wir legen bei der Auswahl der Mitarbeiter
größten Wert auf fachliche Qualifikation, soziale Kompetenz,
Kommunikationsvermögen und Teamgeist. Die Einhaltung von Aufgaben
der Mitarbeiter wird durch Stellenbeschreibungen geregelt. Wir
erfüllen die vertraglich vereinbarten personellen
Mindestvoraussetzungen (lt. Rahmenvertrag § 132 a Abs. 2 SGB V und
§ 75 Abs. 1 und 2, SGB XI).
Um unsere Pflegequalität zu gewährleisten, beschäftigen wir folgende Mitarbeiter:
• Pflegedienstleitung
• stellvertretende Pflegedienstleitung
• Diplom-Sozialarbeiterin
• Qualitätsbeauftragte
• Krankenschwestern/-pfleger
• Hauspfleger/innen
• Bürokräfte
Aufgrund der dargestellten Personalstruktur
ist es uns möglich, eine kompetente und bedarfsgerechte Pflege
nach pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen zu erbringen.
Unser richtungweisendes Pflegemodell ist das
ATL-Modell in Anlehnung an Liliane Juchli. Die Basis dieses
Bedürfnismodells ist die Tatsache, dass ein Mensch
situationsbezogene Bedürfnisse hat, die er selbst nicht
erfüllen kann. Unsere Rolle als professionell Pflegende besteht
nun darin diese Bedürfnisse zu erkennen und eine adäquate
Hilfestellung /Unterstützung anzubieten, die die
Unabhängigkeit fördert (§ 6 SGB Xl Abs. 2) und die
individuellen Belange jedes Einzelnen berücksichtigt.
Unsere Entscheidung als pflegetheoretische Grundlage das All-Modell von
L. Juchli zu wählen, wurde in erster Linie von der Überlegung
bestimmt, möglichst alle Bedürfnisse unserer Klienten zu
erfassen und zu berücksichtigen.
Das ATL - Modell bietet eine praktische Strukturierungshilfe für
die individuelle Einschätzung der Situation und
Pflegebedürftigkeit unserer Klientel. Die vorgegebene Struktur
dient gleichzeitig als Orientierung für unsere Mitarbeiter.
Das Pflegegeschehen wird mit Hilfe des sechsschrittigen Pflegeprozesses
strukturiert, durchgeführt und überprüft. In unserem
zentralen Interesse stehen in allen Phasen des Pflegeprozesses die
pflegebedürftige Person und ihre persönliche Bezugsperson (z.
B. Angehörige) mit ihren Problemen, Bedürfnissen und
Fähigkeiten. Primäres pflegerisches Ziel ist die
Unterstützung des pflegebedürftigen Menschen bei der
Erhaltung oder dem Wiedererlangen von Unabhängigkeit und
Wohlbefinden in dem für ihn wichtigen Lebensbereichen.
Die Pflegeplanung wird von unseren Pflegekräften mit Hilfe der
„Aktivitäten des täglichen Lebens“ strukturiert
und dokumentiert. Sie ist Grundlage unseres professionellen Handelns.
Unser Pflegedienst führt zur Feststellung des Pflegebedarfs und
der häuslichen Pflegesituation einen Erstbesuch beim
Pflegebedürftigen durch. Dieser Erstbesuch erfolgt durch die
leitende Pflegefachkraft oder deren Stellvertretung. Die Erhebung
erfolgt nach Möglichkeit im Beisein der Angehörigen unter
Berücksichtigung kultureller und religiöser Gesichtspunkte.
Die mittels Anamnesegespräch gewonnenen pflegerelevanten
Informationen werden in der Pflegeplanung unter Berücksichtigung
von Datenschutz und Schweigepflicht (§ 35, 37 SGB 1 und § 67-
85 SGB X) schriftlich fixiert und einsatzbezogen aktualisiert. Dabei
werden von uns die individuellen Fähigkeiten und Ressourcen
unserer Klienten berücksichtigt und mittels unseres aktivierenden
Pflegeansatzes unterstützt und gefördert. Individuelle und
aktivierende Pflegekonzepte erfordern eine gut durchdachte, der
jeweiligen Situation angepassten Pflegeplanung.
Die Gesamtdokumentation ist Grundlage der
patientenbezogenen Kommunikation, intern im Rahmen von
Fallbesprechungen oder Teamsitzungen, extern dient sie als Nachweis der
erbrachten Leistungen, sowohl im Hinblick auf die Qualität als
auch auf die Quantität.
In Anlehnung an das von uns gewählte
Pflegemodell ist die persönliche Beziehung zwischen den
Pflegebedürftigen und unseren Mitarbeitern Grundlage unserer
professionellen Handlungen. Infolge dieser grundsätzlichen
Entscheidung bestimmt der Gedanke der Bezugspflege unser pflegendes,
betreuendes, beratendes und unterstützendes Handeln.
Wir wollen mit unserer
Pflege dazu beitragen die Lebensqualität und Selbstbestimmung
jedes Einzelnen trotz vorhandener Einschränkungen so lange wie
möglich in seinem gewohnten Lebensumfeld aufrecht zu erhalten.
Wir unterstützen die
Eigenständigkeit und Selbstversorgung des Einzelnen, indem wir die
individuellen Ressourcen und Fähigkeiten erhalten, fördern
und stärken. Unser aktivierender Pflegeansatz orientiert sich an
der Befindlichkeit jedes Einzelnen und berücksichtigt
gesundheitlich bedingte Schwankungen. Pflegerische Routinen werden in
gewissen Abständen hinterfragt und korrigiert.
Um sowohl unserem Pflegeverständnis als auch den Bedürfnissen
unserer Klientel nach einer möglichst kontinuierlichen
Pflegebeziehung gerecht zu werden, arbeiten wir nach dem System der
Bezugspflege. Eine definierte Anzahl von Pflegebedürftigen wird
von einem festen Stamm von Mitarbeitern betreut. Unsere Mitarbeiter
versorgen die von uns zu betreuenden Menschen entsprechend ihrer
fachlichen Qualifikation unter Berücksichtigung der individuellen
Vorstellungen des Pflegebedürftigen. Das Vermeiden von
häufigem Wechsel der Betreuungsperson ermöglicht ein
gezieltes Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der von uns
zu Pflegenden. Fachliche Kompetenz, der Aufbau einer professionellen
Pflegebeziehung und ein möglichst geringer personeller Wechsel
spielen bei der Qualitätssicherung eine wesentliche Rolle.
Konkret bedeutet dieses, dass Dienst- und Tourenpläne den
Mitarbeitern rechtzeitig zur Verfügung stehen, transparent und
übersichtlich gestaltet sind, so dass Unklarheiten vermieden
werden können. Die rechtzeitige Kenntnisnahme der Dienstpläne
durch unsere Mitarbeiter trägt im wesentlichen Maße zu ihrer
Zufriedenheit bei, da dienstliche und private Belange besser
koordiniert werden können.
Die Tourenplanung beinhaltet die tagesaktuelle Vermittlung und
Zuordnung unserer zu versorgenden Klienten auf das Pflegepersonal,
wobei die zeitliche Zuordnung als Vorgabe und Orientierung innerhalb
des Tagesablaufes gilt. Diese Planung muss neben den inhaltlichen auch
die wirtschaftlichen Aspekte unseres Pflegedienstes
berücksichtigen.
Mit den von uns erbrachten Leistungen soll die
Qualitätsstufe der angemessenen Pflege sichergestellt werden. Die
Durchführung aller Pflegemaßnahmen erfolgt gemäß
unserer Richtlinien (s. d.), zu deren Einhaltung sich alle
Pflegekräfte schriftlich verpflichtet haben.
Zur Wahrung der Qualitätsstufe führen wir folgende Maßnahmen durch:
• Die Pflegevisite:
Sie erfolgt nach Möglichkeit in regelmäßigen
Abständen (Stufe 1 halbjährlich, Stufe II alle 4 - 5 Monate
und Stufe III alle 2 - 3 Monate) durch die Qualitätsbeauftragte
und Pflegefachkräfte, wobei wir uns an die individuellen
Befindlichkeiten des Pflegebedürftigen orientieren.
Das Pflegegeschehen wird mit Hilfe verbindlicher Kriterien und dem
erkundenden Gespräch mit dem Pflegebedürftigen bzw. dessen
Angehörigen ergänzt.
• Regelmäßige Team- und Fallbesprechungen:
Sie ermöglichen den gemeinsamen Erfahrungs- und Gedankenaustausch
des Pflegepersonals und tragen wesentlich zur Lösung vorhandener
Problemsituationen bei.
• Interne und Externe Fortbildungsmaßnahmen:
Die hohe fachliche Qualifikation unserer Mitarbeiter gewährleisten
wir durch die regelmäßige Teilnahme an internen und externen
Fortbildungsmaßnahmen. Ein möglichst
gleichmäßiger Kenntnisstand betreffs fachlicher und
organisatorischer Neuerungen ist notwendig, um gemeinsame
Vorgehensweisen abzustimmen und unseren Klienten eine qualitativ
angemessene pflegerische Versorgung zu gewährleisten.
Unser Angebotsspektrum umfasst Maßnahmen
• der Prävention,
• der Rehabilitation,
• der Grund- und Behandlungspflege,
• sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung.
Um unseren Versorgungsauftrag adäquat erfüllen zu
können, informieren, beraten und unterstützen wir unsere
Klienten bei medizinischen, hauswirtschaftlichen und sozialen
Fragestellungen.
Unsere Sozialarbeiterin vermittelt neben
medizinischen Hilfsmitteln, wie Krankenbetten, Gehhilfen oder
Rollstühle, aber auch mobile Dienstleistungen, wie medizinische
Fußpflege, Krankengymnastik oder Hausbesuche eines Friseurs. Auf
Wunsch unserer
Klienten holen wir Angebote zu Hausnotrufsystemen oder dem fahrbaren Mittagstisch ein.
Für die sachgerechte Organisation unseres Angebotes steht ein Team
qualifizierter Mitarbeiter/innen aus den Bereichen Krankenpflege,
Hauspflege, Sozialarbeit und Verwaltung zur Verfügung.
Räumlichkeiten für Teamsitzungen, Fallbesprechungen und
internen Fortbildungen stehen ebenfalls zur Verfügung. Wir haben
drei Büroräume, eine kleine Küche und einen
Sanitärbereich. Die Büros sind mit mehreren
Personalcomputern, der üblichen Software und einem
Kopiergerät ausgestattet. Die im Rahmenvertrag nach§ 132 a
Abs. 2 SGB V (§ 8 Betriebsausstattung) vorgeschriebene
Grundausstattung ist vorhanden.
Wir kooperieren mit den Krankenhäusern
in Berlin, in besonderer Weise mit den Krankenhäusern im
Südwesten von Berlin. Wenn Patienten, die wir betreuen, ins
Krankenhaus kommen, besuchen wir sie dort, um die Versorgung nach dem
Krankenhausaufenthalt möglichst frühzeitig planen zu
können. Wenn Krankenhäuser uns neue Patienten zur
Weiterversorgung vermitteln, suchen wir den Patienten zur
Pflegeüberleitung auf. Den Sozialdiensten der Krankenhäuser
übermitteln wir, wenn Patienten von uns ins Krankenhaus kommen,
unsere Pflegeüberleitung. Wenn die Entlassung bevorsteht, nehmen
wir Kontakt zum Sozialdienst und der Station auf, um z. B. über
gestellte Anträge und Verordnungen informiert zu sein.
Weiterhin kooperieren wir mit den Hausärzten und Fachärzten
unserer Patienten, um eine optimale Pflege gewährleisten zu
können.
Mit der Johanniter Unfallhilfe verbindet uns ein Kooperationsvertrag.
Mit der Josephinen-Apotheke in der Uhlandstraße (Berlin Wilmersdorf)
kooperieren wir, um eine reibungslose und zügige Versorgung mit
Medikamenten u.ä. für unsere Patienten zu gewährleisten.
Des Weiteren arbeiten wir eng mit dem Sanitätshäusern
zusammen, und können dadurch eine umgehende Versorgung mit Heil-
und Hilfsmitteln sicherstellen.
Ebenso haben wir die Möglichkeit eine kompetente krankengymnastische Behandlung zu vermitteln.